Augusta Countdown

Freunde des Golfsports: Für eine kurze Zeit könnt Ihr Euch eine CBS-Dokumentation der Masters anschauen, um Euch auf das Turnier ab Donnerstag einzustimmen. Der große Jack Nicklaus mit seinen 18 Major-Siegen: einfach phänomenal!

Schade, schade!

Tiger Woods, der viermal das berühmte grüne Jackett getragen hat, wird in dieser Woche beim Masters in Augusta nicht dabei sein. Nach zwei Rückenoperationen hat der 14-malige Major-Sieger gemeinsam mit seinem Team entschieden, die Schläger im Bag zu lassen. „Ich habe mich auf meine Reha konzentriert und mich täglich verbessert“, schreibt Tiger Woods auf Twitter, „aber ich bin physisch nicht bereit, am Masters teilzunehmen.“ Damit verschiebt sich Tigers Rückkehr zur PGA-Tour weiter. „Ich bin wirklich zufrieden mit meinen Fortschritten, aber ich habe keinen Zeitplan für meine Rückkehr.“ Ein eingeklemmter Nerv hatte den Ausnahme-Golfer auf die Matte gezwungen.

In Augusta wird er dennoch dabei sein - und zwar beim gemeinsamen Abendessen mit seinen Spielerkollegen. „Ich möchte viele meiner Freunde sehen“, schrieb Woods auf seiner Seite. Das kann ich gut verstehen - das würde ich auch gern. Mit Tiger und den anderen Jungs an einem Tisch…wow, das wär’s.

Einmal LIVE dabei sein

Überhaupt, was hätte ich dafür gegeben, einmal im Leben in Augusta mitzuspielen. Ich wäre zu Fuß nach Augusta marschiert, und ich hätte an der Golf-Rezeption all mein Gespartes auf den Tresen gelegt (Das wäre mal mehr, mal weniger gewesen…). Aber es gibt eben Träume, die nicht wahr werden. Ich weiß auch noch, dass ich als kleiner Junge, als ich in Bad Segeberg in der Knaben-Fußballmannschaft Torwart war, von einer großen Torwartkarriere geträumt habe. In nächtelangen, geheimen Rundfunkreportagen habe ich mir selbst geschildert, wie ich – die "Katze" im Tor – von einer Ecke in die andere flog, und die Bälle nur so rausfischte…und dass die Zuschauer nicht fassen konnten, was die Katze da an Reaktionen so zeigte!

Ok, ich habe es überlebt, dass ich weder die Katze noch Golfgott wurde…

Das Masters: welch ein grandioses Event! Natürlich werde ich am Fernseher hocken und auf Sky die langen Drives und die unglaublichen Putts verfolgen. Und dennoch ist Augusta 2016 nicht mein High Level – schließlich ist mein Held, der Tiger, nicht dabei. Und andere Helden, mit denen ich bei jedem Putt fiebere, sehe ich nicht. Gewiss, grandiose Weltklasse-Golfer sind am Start, aber Helden?

Mögliche Helden im Cross Check

Jordan Spieth ein Held? Noch nicht. Vielleicht, wenn er neun oder zehn Jahre die Nr.1 der Welt ist!

Dustin Johnson ein Held? Nein, lange Drives und Schwiegersohn einer Eishockey-Legende zu sein reichen nicht.

Henrik Stenson ein Held? Mit der Laune nie!

Sergio Garcia ein Held? Steve Ballesteros war so etwas wie ein Held, Sergio ist einfach nur ein toller Spieler und ein Riesentyp.

Rickie Fowler ein Held? Yes, ein Frauenheld.

Rory McIlroy ein Held? Er wird nie mein Held.

Jason Day ein Held? Garantiert für seine Familie.

Erik Compton ein Held? Jein – nach zwei Transplantationen spielt er mit dem dritten Herzen. Und das auf welthöchstem Niveau!

Phil Mickelson ein Held? Nein, ein Linkshänder kann doch nicht mein Held sein…!

Martin Kaymer ein Held? Er war auf dem Weg dahin…

Bernhard Langer ein Held? Okay, er ist kein Zuschauer-Magnet mehr, niemand geht eher nach Hause, um ihn beim Masters auf Sky zu sehen. Aber ein Held ist er seit Jahrzehnten. Immerhin war er am 7. April 1986 – also vor 30 Jahren – der erste deutsche Weltranglistenerste! Viele Major hat er gewonnen, zweimal erspielte er sich beim Masters das grüne Jackett.

Nie, wirklich nie, hat es eine negative Schlagzeilen über ihn gegeben! Bernhard Langer ist ein Vorbild, als Golfer und als Mensch!

Es wäre das Größte und Sensationellste, wenn er tatsächlich 30 Jahre nach dem Nr. 1-Triumph dieses Masters noch einmal gewinnen könnte.

Ich drücke all die Daumen, die ich habe. Und das sind immerhin zwei!

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MEDIZIN FÜR MENSCHEN

 

Hans-Heinrich Reichelt

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