Olympisch gefährlich: das Zika-Virus


Die Nachrichtenagenturen haben es in die Welt hinausposaunt: Rory McIlroy verzichtet auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen, wird in Rio de Janeiro nicht aufteen!

Als Grund nannte McIlroy, aktuell Nr. 4 der Weltrangliste, die Gefahr einer möglichen Ansteckung mit dem Zika-Virus. "Mir ist klar geworden, dass meine Gesundheit und die Gesundheit meiner Familie vor allem anderen kommt. Die Gefahr einer Ansteckung ist zwar gering, aber sie ist ein Risiko, das ist nicht eingehen will."

Was ist das Böse am Zika-Virus, mit dem sich in Brasilien schon Millionen infiziert haben?

Das Zika-Virus birgt Gefahren für werdende Mütter: Stecken sich Schwangere damit an, können ihre Babys mit einem zu kleinen Schädel, einer sogenannten Mikrozephalie, auf die Welt kommen. Eine albtraumhafte Vorstellung, untermalt mit grausigen Bildern!

Die Liste der Absagen wird lang und länger

McIlroy ist nicht der erste, aber einer der bekanntesten Sportler, die wegen des Zika-Virus von ihrem Start bei den Olympischen Spielen absehen. Auch der amerikanische Radsportler Tejay van Garderen und der australische Golfprofi Marc Leishman hatten ihre Teilnahme bereits abgesagt. Und die Liste der Spitzengolfer wird länger und länger! Scott, Oosthuisen, Jiminez, Schwartzel, Singh, Wilkinson werden wir nach bisherigem Stand nicht in Rio sehen.

Klickt auf das Video oben, um zu hören, was die sagen, die spielen werden…

Mehr als 150 Gesundheitsexperten haben vor dem Zika-Virus gewarnt und die räumliche oder zeitliche Verschiebung der Olympischen Spiele gefordert. Es wurde gesprüht, was das Zeug hält, um die Mördermücken auszurotten. Mit was, möchte ich lieber nicht wissen…

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), aber auch andere Experten und Politiker, haben die Verschiebung des größten Sportereignisses der Welt dennoch zurückgewiesen.

Rory McIlroy setzt Prioritäten

Klar, Rory McIlroy hätte eine mehr als gute Chance, in Rio de Janeiro eine Medaille zu ergolfen, und Gold bei Olympia wär auch für einen so erfolgreichen Golfprofi wie ihn etwas ganz Großes. Aber ist es das wert? Aus seiner Sicht nicht. Der 27jährige, der heiraten will, möchte lieber ein gesundes Kind im Kinderzimmer als blitzblank geputztes Gold in der Trophäen-Truhe!

Kann ich Rorys Entscheidung verstehen?

Ja, aus tiefstem Herzen ja! Als ich beschloss, Vater zu werden, habe ich meinen Zigarettenkonsum nicht etwa eingeschränkt, ich habe ihn von 80 filterlosen Roth Händle auf Null gestellt. (Das war schwer genug…) Und die Mutter unserer Kinder (Katrin, in meinem Blog habt Ihr schon sehr viel über sie gelesen) hat schon zwei Jahre vor ihrer ersten geplanten Schwangerschaft ebenfalls keine einzige Zigarette mehr angerührt, sowieso kein einziges Glas Wein (nicht einmal eine Schorle) getrunken.

Kinder haben das Recht, dass ihre künftigen Eltern alles - und wenn ich sage alles, dann meine ich alles - dafür tun müssen, dass die Winzlinge gesund auf die Welt kommen. Und dazu gehört eben auch, dass man um die Tiger-Mücke namens Zika einen nur erdenklich großen Bogen macht!

Also Rory, ich spreche Dich jetzt direkt an - und unter Golfern duzt man sich: Du hast meine allergrößte Hochachtung. Du bist in der Weltrangliste meine neue Nummer 1! Da kannst Du noch so viele Bälle versemmeln…!

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MEDIZIN FÜR MENSCHEN

 

Hans-Heinrich Reichelt

Chefredakteur

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