Freie Fahrt für das Corona-Virus

Golf in Corona-Zeiten - das ist so ein spezielles Thema!

Natürlich wollen wir auf den Golfplatz und spielen - aber wir dürfen nicht. (In meinem Heimatclub im GC an der Pinnau hat das Ordnungsamt sogar das reine Spazierengehen auf dem Golfplatz verboten...).

Manche Clubpräsidenten laufen Sturm gegen diese Verbote, bombardieren ihre Landesverbände mit Mails und Einschreiben.

Manche wenden sich sogar direkt an die Kanzlerin und an ihren Herrn Spahn.

Manche verweisen auf dänische Golfclubs, die das Golfspielen (unter gewissen Regularien, u.a. Start nur alle zehn Minuten, Zweierflights) wieder erlaubt haben.

Manche Spieler pöbeln und stoppen sogar die Lastschriftverfahren für den monatlichen Beitrag - (aber das schadet doch nur den Clubs, die für die Verbote nichts können, sie lediglich gesetzesgetreu umsetzen).

Einfach eine unwirkliche, gespenstische, bizarre, angsteinflößende Zeit. Leider kein science fiction. Leider Apocalypse 2020!

Im Internet habe ich heute gelesen, was so einige tun werden, wenn sie wieder aufteen dürfen. Amüsant!

Und ich habe auch Kreatives gesehen heute - beispielsweise einen gehörigen Drive von meinem Heimatclub entfernt. Da hat ein Cleverle einen Teil seiner hinter Stacheldraht liegenden Wiese rasiert, ein rundes Plätzchen kürzer gemäht und in die Mitte einen Stock mit 'ner roten Fahne gesteckt. Bei den heutigen Temperaturen habe ich da noch keinen Menschen gesehen, aber ich bin gespannt, ob sich in den kommenden Tagen - wenn's wärmer wird - Golfer treffen, um den Ball idealerweise tot an den Stock zu legen.

Ich war heute bei uns am Golfplatz. Ich habe mich mit einer Greenkeeperin unterhalten, die ich schätze und seit 18 Jahren kenne, weil sie seit 18 Jahren in unserem Club arbeitet. Sie ist eine wundervolle Frau - immer freundlich, immer da, bei Wind und Wetter. Die Pflanzen, die Bäume, die Sträucher, die Gräser lieben sie, weil sie mit der Natur so liebevoll umgeht. In 18 Jahren Pinnau-Time war sie nur einmal krank geschrieben - sieben Tage wegen Erkältung.

Augenscheinlich tut ihr Bewegung in frischer Luft gut ...!

Meine Mutter (so oft vermisse ich sie!) pflegte immer zu sagen: "Schlaf ist die beste Medizin."

Ich habe ihr recht gegeben - aber gern hinzugefügt:"Ich glaube, Lachen ist die beste Medizin."

Nach 36 Jahren Golfspielen weiß ich, dass frische Luft neben schlafen und lachen zur besten Medizin gehört.

Aber die steht im Moment nicht auf dem Therapie-Plan der Politik!

Wie schade eigentlich! Und das Corona-Virus lacht sich eins ins Fäustchen...!

Dieser unsichtbare Feind, der hintervotzig und raffiniert genug ist, uns sein Gesicht nicht zu zeigen, hat freie Fahrt, wenn sich unsere Abwehrkräfte flach legen!

Und genau das tun sie ohne ausreichend Bewegung in frischer Luft!

Welch ein Triumph für dieses Killer-Virus!

Welch ein Triumph für einen Virus, von dem wir nicht einmal wissen, ob er/es männlich oder sächlich ist: DER Virus oder DAS Virus!

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MEDIZIN FÜR MENSCHEN

 

Hans-Heinrich Reichelt

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