Bei Bärbel in Berlin...!


Berlin ist die Stadt, die mich seit Jahrzehnten verfolgt! Hier habe ich als junger stern-Reporter Rudi Dutschke und Co. auf blutigen Ku'damm-Demos erlebt. Hier bin ich mit meinem roten Alfa Romeo Spider (Kennzeichen SE - X 88) offen, mit Vollgas und mit einer filterlosen Roth Händle zwischen den Fingern über die Avus gebrettert (natürlich nicht allein im Wagen...), hier fühlte ich mich eingeengt, weil die Mauer mich einengte, hier habe ich die Frau meines Lebens kennengelernt, und Katrin hat 'ja' gesagt. Bis heute!

Leben im Loft

Hier habe ich gelacht, geweint, hier habe ich viel Geld verdient und viel Geld gelassen, hier habe ich bis heute Freunde und nicht nur Freunde...hier habe ich das Loft bewohnt, das ich hätte kaufen sollen. Berlin ist auf eine gewisse Weise mein Wohnzimmer - aber auch mein Fremdenzimmer. Berlin ist mir nah - und fremd zugleich. Und wenn ich mir die aktuellsten Wahlergebnisse anschaue, frage ich mich: Nach der Pest kommt die Cholera? Oder?

Verstanden und geschätzt

Berlin zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Am Freitag bin ich nach Berlin - ewige Hauptstadt meiner Gefühle - gefahren, um mich von einer lieben, besonders lieben Kollegin, für immer zu verabschieden. 57 Jahre alt ist Bärbel (ich habe sie meist Barbarella genannt) geworden. Sie - die Ossifrau - und ich - der Wessimann - wir haben uns gesehen und uns verstanden. Mehr noch - geschätzt! Über den Tod hinaus! Wenn ich etwas für den Berliner Kurier geschrieben hatte, was ihr nicht gefiel, hat sie gemeckert. Und wenn sie von einer Intrige gegen mich hörte, konnte ich sie im Keim ersticken. Dank Bärbel.

Verdammter Brustkrebs

Diese Bärbel - oder Barbarella - wollte, dass niemand von uns in schwarz erscheint - und sie wollte, dass ihre Urne am dicksten Baum auf dem Friedhof Karlshorst in die Erde gelassen wird. Und sie wollte, dass wir fröhlich Abschied nehmen von ihr. Die Sache mit der Urne am dicksten Baum war klar, bunte Farben auch - aber spätestens als aus dem Wald das Trompetensolo erklang, als ich Deinen Mann herzzerreißend am dicken Baum weinen sah, als Deine Tochter ihrem Vater die Tränen aus den Augen wischte...sorry Bärbel, da war's vorbei mit der Fröhlichkeit. Da schossen mir die Tränen in die Augen.

Dieser verdammte Brustkrebs!

Edler Wannsee

Was hat das alles mit meiner Leidenschaft Golfen zu tun? Gar nichts... oder vielleicht doch?

Ich muss darüber nachdenken - aber wenn ich schon in Berlin bin, und wenn mir in diesen Tagen viele Dinge wichtiger sind als der kleine weiße Ball, dann will ich Euch doch zumindest ein paar Plätze empfehlen, die ich kenne, und die es wert sind zu spielen.

Der Feinste liegt im Südwesten - edel, edel, edel. 1895 wurde der Golf-und Land-Club Berlin-Wannsee gegründet. Hier golft der Geldadel - die Grüns sind super, die Fairways eng, die Bäume sind wirklich alt - das Greenfee ist hoch. Klar!

Charming Janine

Der Golf- und Country Club Seddiner See, eine halbe Stunde von der Hauptstadt entfernt, ist mein persönlicher Lieblingsplatz. Das hat drei Gründe: Erstens sind die beiden 18-Löcher-Kurse grandios, zweitens spielt hier mein Kollege und Golf-Kumpel Matze...und drittens (natürlich) steckt eine Frau dahinter; Janine! Charming und wunderschön! Und wie der Süd-Kurs in Seddin- schwer zu erobern!

Lauter nette Leute

Im Golfresort Semlin war ich sogar einmal Mitglied - und habe hier jede Stunde genossen. Ob auf dem Platz, ob im Hotel oder in Gesprächen. In Semlin spielen jede Menge nette Leute ... und das kann ich leider nicht über viele Berliner Plätze sagen. Sorry.

Der Golfclub Stolperheide und der Berliner Golfclub Gatow haben es ebenfalls verdient, dass Ihr dort Eure Schläger schwingt! Klar, Berlin ist eine Riesen-Stadt - entsprechend sind die Entfernungen zu den Golfplätzen. Aber, wenn die ersten Bälle erst mal fliegen, sind die Staus und die Kilometer vergessen.

Ich wünsche Euch ein gutes Spiel!

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MEDIZIN FÜR MENSCHEN

 

Hans-Heinrich Reichelt

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