Kaymers Rio: Zauber statt Zika


Martin Kaymer, unsere Nr. 1, und Alex Cejka driven und putten für Deutschland in Rio! Nach über 100 Jahren Pause ist Golf wieder Olympia-Disziplin!

Der letzte Golfer, der Gold holte, kam aus Kanada: George Lyon, der 1904 im amerikanischen St. Louis alle Konkurrenten vom Platz fegte. Lyon war das, was es heute bei der Olympiade gar nicht mehr gibt – ein waschechter Amateur.

Viele Wege führen nach Rom…

In seiner Jugend war er als Cricketspieler aktiv, 1885 kämpfte er als Soldat der kanadischen Armee in der Nordwest-Rebellion gegen die aufständischen Métis. Von Beruf war er Versicherungsagent. Schließlich, mit 38 Jahren, begann er Golf zu spielen, und aus der ersten Begeisterung wurde Leidenschaft. Mit knapp über 40 war Lyon tatsächlich einer der besten Amateure Kanadas! Als er sich in St. Louis im Einzelfinale mit 3:2 gegen den US-Amerikaner Chandler Egan durchsetzte, stand Kanada quasi Kopf!

Das wäre auch für uns eine feine Sache – Martin oder Alex holt Gold für Schwarz-Rot-Gold! Viele ihrer härtesten Konkurrenten haben abgesagt wegen des Zika-Virus, das in der Schwangerschaft Missbildungen an Schädel und Gehirn auslösen kann.

Unsere Jungs auf dem Siegertreppchen: Ein gigantischer Golf-Boom wäre die Folge - so wie damals, als Boris Becker mit seinem Wimbledon-Triumph die Tennis-Faszination auslöste!

Das olympische Feeling

Martin und Alex kriegen in Rio kein Startgeld und kein Preisgeld, sie wohnen nicht – wie sonst üblich – in Luxushotels, sondern mehr oder weniger bescheiden im olympischen Dorf. Für Kaymer ist mit Olympia ein Traum wahr geworden. Und während sich seine Mitstreiter in nahezu allen Disziplinen vor ziemlich leeren Rängen abrackern, dokumentiert er den Zauber von Rio fast jeden Tag in seinem Tagebuch. Absagen war für ihn nicht einmal in der Nähe einer Option… um es mal vorsichtig auszudrücken.

Weder er noch Alex Cejka haben die Zika-Sorge – oder sie schätzen sie zumindest nicht so hoch ein wie andere. Sie holen die Schläger aus dem Bag und golfen für ihr Land!

Seinen Gegner auf den ersten Beiden Runden kennt er schon: Bubba Watson. Können Golfschwünge unterschiedlicher sein?!? Natürlich werde ich mir die Bilder anschauen, die uns die Fernsehanstalten in unsere Wohnzimmer schicken. Und natürlich drücke ich Martin und Alex die Daumen.

Aber ich hätte mich ehrlich gestanden auch sehr gefreut, wenn nicht nur hoch bezahlte Profigolfer bei einer Olympiade unser Land vertreten, sondern auch ein Amateur. Oder lieber sogar zwei!

Das wäre doch mal eine feine Belohnung für all die unzähligen Stunden auf der Driving-Range, im Bunker und auf dem Putting-Green.

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Hans-Heinrich Reichelt

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