Bye, bye "The King"


Wenn die Bälle Trauer tragen ...auf meiner nächsten Golfrunde (sobald ich wieder fieberfrei bin), spiele ich 18 Bahnen mit einem schwarzen Ball.

Arnold Palmer ist tot. Sein Herz konnte nicht mehr.

Sie nannten ihn „The King“ - und zwar zu recht.

87 Jahre ist er geworden - der Mann, der auf den Golfplätzen dieser Welt schätzungsweise 120.000 Kilometer (dreimal um die Erde) gegangen ist.

Arnold Palmer hat in seinem Golferleben mehr gewonnen, als man sich vorstellen kann: 4 Masters, 2 Open Championships und einmal die US Open - bei sechs Ryder Cups ist er für die USA ans Tee gegangen. Und alle sechs Kontinentalwettkämpfe gegen Europa hat er gewonnen. Und er war der erste Golfprofi, dem mehr als eine Millionen Preisgeld aufs Konto überwiesen worden sind.

Aber der Sohn eines Golftrainers, der größte Botschafter des Golfsports, hat viel mehr gewonnen als Preise und Dollar - Arnold Palmer war immer der Sieger der Herzen. Seine Fangemeinde war riesig - „Arnie’s Army“ vergötterte ihn. Und seine Fans waren außer Rand und Band, wenn „ihr“Arnie über den Platz wuchtete - mit Schultern, so breit wie ein Kleiderschrank und Oberarmen, so mächtig wie die eines Dockarbeiters. Er schwitzte auf jeder Golfrunde, paffte Kette und trieb die Bälle mit einer Urgewalt vor sich her, als sollten sie nicht durch die Luft, sondern durch Baumstämme Richtung Green fliegen.

Freunde des Golfsports verneigen sich nun vor Arnold Palmer.

Wahrer Champion

"Danke für die Erinnerungen, Arnold", twitterte US-Präsident Barack Obama mit einem Bild, das ihn und Palmer im Weißen Haus zeigt. So außerordentlich "The King" auf dem Platz gewesen sei, "so großzügig war er zu anderen". Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump nannte Palmer einen "wahren Champion".

Tiger Woods bedankte sich ebenfalls über Twitter bei seinem Vorbild für Freundschaft, Rat und viele Lacher. "Deine Menschenliebe und Bescheidenheit sind Teil deiner Legende", schrieb Woods. Es sei schwer, sich den Golfsport ohne Palmer vorzustellen – "oder jemanden, der wichtiger für das Spiel ist als der King".

Was Bill Clinton sagt

Auch der frühere US-Präsident Bill Clinton hat Palmer als Gesicht und Herz des Sports für die erste Fernsehgeneration gewürdigt. "Wir haben ihn vor allem als den Außenseiter geliebt, der nie aufgab und von hinten aufholte, um noch zu gewinnen", sagte Clinton, der 1993 erstmals selbst Golf mit Palmer spielte. "Ich habe es immer geliebt, auf und außerhalb des Platzes mit ihm zusammen zu sein.“

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MEDIZIN FÜR MENSCHEN

 

Hans-Heinrich Reichelt

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