Das Zoffometer lebt! Und bebt!

Endlich, endlich! Endlich haben wir neue Gründe, uns zu streiten!

Es wäre ja auch zu schön, wenn wir friedlich und freundlich miteinander umgehen!

Das Zoffometer lebt! Und bebt! Und ein Ende ist nicht in Sicht!

Die Startzeiten - sehr beliebt im Zoffometer.

Auf den meisten Plätzen müssen Startzeiten am Wochenend gebucht werden. Dank Corona maximal zwei Personen im Flight (es sei denn, ein Vater geht mit seiner Gattin und seinen beiden Kindern auf die family-Runde), und dann wird's auch noch früh dunkel. Also: Längst nicht jedes Mitglied, das seinen Beitrag ordentlich entrichtet, kann am Wochenend spielen. Das bedeutet: Tempo, Tempo beim Startzeiten-Buchen. Der schnelle Vogel pickt den Wurm...Es dauert normalerweise keine halbe Stunde - dann sind die Termine am Samstag und Sonntag vergeben.

Wer nicht schnell genug ist, guckt in die Röhre...oder er startet irgendwann gegen 15 Uhr und schafft im Hellen gerade mal fünf oder sechs Löcher.

Nun erscheinen aber nicht all die, die eine Startzeit gebucht haben. Entweder ihnen ist etwas dazwischen gekommen, oder sie haben dann doch keine Lust oder keine Zeit, oder die Oma stand plötzlich als Besuch vor der Tür, oder es nieselt...oder, oder, oder. Wie auch immer: Die Reservierer haben sich nicht ausgetragen, haben ihre Startzeit nicht gelöscht. Sie blockieren also eine Startzeit für Golfer, die gern gespielt hätten.

Ist das einzusehen? Natürlich nicht! (Asche über mein Haupt, mir ist das auch schon passiert. Aber da gab es dann einen sehr aufmerksamen Golfer, der dieses Nichterscheinen an den Club meldete und veranlaßte, mir einen entsprechenden Brief zu schreiben...)

"Der größte Lump in diesem Land ist der Denunziant," sagt man. Charmanter ausgedrückt "Herr Lehrer, Herr Lehrer, ich weiß was..."

Mit anderen Worten: Natürlich gibt's Leute, die gern und sehr schnell mal eine Nachricht ans Sekretariat geben und melden, wer wann nicht angetreten ist. Und was passiert dann? Was wohl?

Strafe! Platzsperre für die Tage, an denen Startzeiten notwendig sind.

Da kommt wahrlich Laune auf: Bei denen, die verpfiffen haben, bei denen, die verpfiffen worden sind, und beim Club, der wegen - wie heißt es so schön - Zuwiderhandlungen einschreiten muß. Auch kein Vergnügen, die zahlenden Mitglieder zu rügen bzw. zu bestrafen.

Wie im richtigen Leben, so gibt es auch im feinen, edlen Golfsport Marshals. Sie fahren in ihren Marshal-Carts über den Platz und kontrollieren, ob die Mitglieder sich auch an die Corona-Regeln und an die Herbst-und Winter-Vorgaben des Clubs halten.

o Spielen sie auf den Fairways wirklich vom Tee oder von einer Matte?

o Reparieren sie wirklich Pitchmarken?

o Legen sie wirklich Divots zurück?

o Sind tatsächlich nur diejenigen mit einem Trolley unterwegs, die entweder über 70 sind oder ordnungsgemäß ein Rezept im Clubsekretariat hinterlassen haben?

o Sind tatsächlich die Dreier-und Viererflights aus einer Familie, oder hat sich da jemand reingemogelt, der da nicht reingehört? Falls ja, gibt's 14 Tage Platzsperre für den ganzen Flight, 14 lange Tage, an denen er/sie darüber nachdenken kann, was er/sie falsch gemacht hat.

Die Marshals, die ich kenne, sind alles kompetente und liebenswerte Menschen. Sie geben ihre Freizeit, um bei Wind und November-Wetter darauf zu achten, dass Regeln eingehalten werden.

Ich habe Respekt vor ihnen!

Den haben allerdings nicht alle, die auf dem Platz kontrolliert werden. Wie sagte mir mein Lieblingsmarshal gestern: "Du glaubst nicht, wie manche Leute plötzlich pöbeln können, wenn sie erwischt worden sind..."

Doch, das glaube ich. Ich hab's ja selbst gehört...

In diesem Sinne; Ich wünsche Euch allen eine entspannte Runde.

Und, ganz wichtig: Bleibt gesund. Und bleibt gelassen.







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MEDIZIN FÜR MENSCHEN

 

Hans-Heinrich Reichelt

Chefredakteur

Justus-von-Liebig-Ring 3g

D – 25451 Quickborn

Tel +49 172 4223010

hhreichelt@me.com

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