John Daly sen. und John Daly jr. - wenn der Vater mit dem Sohne!

Wie heißt es doch so schön: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm...

Das muss nicht immer unbedingt ein Kompliment sein - aber es ist schon möglich, dass die Redewendung positiv gemeint ist!

Guckt genau auf diese Fotos - dann seht Ihr, wem der junge Mann mit der weißen Nike-Mütze auf dem Kopf ähnlich sieht!

Genau! Seinem Vater John Daly sen.

Und dann kann sich jeder seine eigene Meinung über den Apfel und den Stamm bilden!


John Daly (* 28. April 1966 in Carmichael, Kalifornien) gehört zu den beliebtesten US-Profigolfern! Berühmt ist er für seine außerordentlich langen Abschläge, daher auch sein Spitzname "Long John". Berühmt ist er auch für seine zwei Majors. 1991 gewann er die PGA Championship in Crooked Stick, 1995 im schottischen St. Andrews die Open Championchip, auch als British Open bekannt. Bei seinem ersten Major-Auftritt trank Daly auf der Runde pausenlos Bier aus Pappbechern, und er rauchte Kette.

So etwas hatte die Golfwelt noch nicht gesehen. Aber sie war fasziniert! Schließlich war er 1991 sogar nur als Ersatzmann ans Tee gekommen. Ein anderer Golfer war ausgefallen - John Daly bekam einen Anruf. Darauf fuhr in seinem Käfer eine ganze Nacht lang, um pünktlich zum Abschlag zu kommen. Er stieg direkt aus dem Auto zum 1. Tee - Zeit für die Driving Range war nicht mehr...! Und vier Tage später ließ er sich dann als Major-Sieger feiern. Unglaublich faszinierend. Aber er machte nicht nur als Golfer Schlagzeilen! Er galt (gilt) als alkoholabhängig, er ist spielsüchtig und hat nach eigenen Angaben in Casinos 50 bis 60 Millionen US-Dollar verspielt. "Long John" ist einfach des Enfant terrible des Golfsports. Und seitdem er seine mehr als 100 Kilo Lebendgewicht in den knallbunten Hosen seines eigenen Modeabels über die Fairways dieser Welt wuchtet, gerät er sogar in die Modezeitschriften...die schillerndste Figur in der Golfwelt!


Und nun komme ich zu John Daly jr. , zu Little John. Er trägt die gleichen bunten Hosen wie sein Vater. Und er treibt den Ball jetzt schon mit seinen 15 Jahren mehr als 250 Meter durch die Luft. Aber nicht nur das! Er puttet wie ein Weltmeister. Kürzlich haben die beiden Dalys bei einem Vater-Sohn-Turnier die gesamte Konkurrenz auf die hinteren Plätze verwiesen, jetzt hat der Junior bei einem internationalen Turmier mit Spielern aus zehn Ländern eine astreine 66er-Runde (ein Eagle, fünf Birdies allein auf den zweiten neun Löchern) hingelegt und dafür von seinem Vater ein liebevolles Congrats erhalten. Auf Twitter, damit die ganze Welt weiß, wie stolz der Vater ist! Nach dem Sieg sagte John Daly über seinen Sohn (neun Schläge Vorsprung) beim Florida Junior in Kissimmee, Florida:"John gewinnt die meisten Turnier mit -5 bis -10 - dabei sind seine Gegner überwiegend fünf, sechs, sieben Jahre älter als John jr."

Ich bin neugierig, wann der junge, kraftvolle John, dessen Schwung und Figur an seinen Vater erinnern, das erste große PGA-Turnier gewinnt! Wann er als Major-Sieger einen Riesenpokal in die Richtung der Fotografen hält! Die Golfwelt wartet auf einen neuen Daly!

Was mich besonders fasziniert, ist nicht nur das furiose Golftalent, das nun offensichtlich in die (golferischen...) Fußstapfen des Vaters drängt. Mehr noch fasziniert mich dieser unglaubliche Stolz des Vaters auf seinen Sohn. Man denkt immer, "Long John" sei nur ein bunter Vogel mit einem Granaten-Drive - nein, dieser John ist ein sensibler, liebevoller Vater. Guckt Euch einfach mal das Video an, das ihn und seinen Junior bei dem Vater-Sohn-Turnier im The Ritz-Carlton Golf Club zeigt. Rührend, bewegend. Sie klatschen sich ab, sie schlagen sich auf die Schulter, sie strahlen sich an. Und ich weiß nicht, wer stolzer auf den anderen ist: Der Vater auf seinen Sohn oder der Sohn auf seinen Vater.

In meinem Heimatclub GC An der Pinnau beobachte ich auch immer wieder die stolzen Väter mit ihren Söhnen oder ihren Töchtern. Manchmal begleite ich sie auf ihren Runden, und es ist eine Freude zu sehen, mit welch leuchtenden Augen die Väter die langen Drives, die genauen Annäherungen, die präzisen Bunkerschläge und die fallenden Putts wahr nehmen. Die meisten Kids, an die ich gerade denke, sind handicapmäßig längst an ihren Vätern vorbeigezogen. Manche von ihnen sind mit ihren 12, 13 Jahren mittlerweile einstellig. Zwei, drei, vier Jahre zuvor haben die Väter ihre Kinder großzügigerweise mit auf die Runde genommen - heute ist es umgekehrt. Da nehmen die Kids ihren Vater mit und akzeptieren, dass er bis zum Green drei oder vier Schläge benötigt, während sie schon mit dem zweiten tot an der Fahne liegen...

So ziehen die Kids an den Vätern vorbei - und die Väter jubilieren!

Herrlich! Das ist die Welt, die ich liebe!


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Hans-Heinrich Reichelt

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