Tut es eigentlich weh, 'Guten Tag' zu sagen? Braucht man danach eine Aspirin??

Meine Schwiegermutter war es, die mich vor 37 Jahren auf einer Nieselregen-Runde auf Föhr dazu brachte, eine neue Leidenschaft zu entdecken: Klar, das Golfspiel.

Meine Schwiegermutter war es auch, die mir damals einen Satz mit auf den Weg gab, den ich bis heute verinnerlicht habe: „Sei freundlich und grüße die Menschen, denen Du auf dem Golfplatz begegnest.“ Und sie sagte noch einen Satz: „Das ist nicht nur höflich, sondern ein freundlicher Gruß macht das Leben auch angenehmer.“

Wie recht sie hat, meine Schwiegermutter (Gott, hab’ sie selig!)

Bis heute befolge ich ihren Rat - ihn zu befolgen, fällt mir allerdings mehr als leicht. Denn ich bin überzeugt, dass ein ‚Guten Tag‘ eigentlich zum Leben gehört. Nicht nur auf dem Golfplatz…

Aber, was ich immer wieder erlebe, ist genau das Gegenteil. Heute wieder in meinem Heimatclub…da kriegen manche die Zähne nicht auseinander. Mit dem Kopf nach unten marschieren sie auf dem Parkplatz oder vorm Clubhaus muffig und wortlos an einem vorbei, und sie erschrecken sich dann, wenn ich sie mit einem fröhlichen ‚Hallo’ aus dieser miesepetrigen Grundstimmung heraushole.


Und ich frage mich dann: Tut es eigentlich weh, ‚Guten Tag‘ zu sagen? Braucht man danach eine Aspirin???

Ich habe im Synonym-Lexikon nachgeguckt, und da gibt es für ‚Guten Tag‘ jede Menge Alternativen.

Hier sind ein paar - vielleicht gehen einige von ihnen manchen Golfern*innen leichter über die Lippen als 'Guten Tag'.

Schön wär’s!

Hallo!

Sei gegrüßt!

Salve!

Moin!

Moin-moin!

Servus!

Grüß Dich!

Hi!

Grüß Gott!

Habe die Ehre!

Tag wohl!

Moinsen!

Aloha!

Bonjorno!

Gott zum Gruße!

Guten Morche!

Hallöchen!

Halöle!

Salut!

Halli hallo!

Glück auf!

Tach auch!

Klar, mir gefallen auch nicht ALLE diese Guten Tag-Alternativen.

Aber jeder dieser Grüße ist freundlicher und höflicher als ein muffiges, wortloses Aneinander-Vorbeigehen.
Oder?

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